Pressemitteilung

Pressemitteilung vom 06.02.2017

Ministerpräsident Albig zu Besuch zum Neujahrsempfang der SPD Bönningstedt und Hasloh

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Tosten Albig (SPD) war Gast des Neujahrsempfangs für Jungwähler, den die SPD Bönningstedt und Hasloh gemeinsam veranstalteten. Auch Direktkandidat Helge Neumann war da, um die Fragen der Jugendlichen zu beantworten. „Es ist wichtig, ihnen zu zeigen, dass Politiker ganz normale Menschen sind“, erklärte er. Frauke Foth, Vorsitzende des SPD-Ortsverbands Bönningstedt, begrüßte die zahlreichen Gäste im Montenegro – bei Sabina und sagte: „Nun habt Ihr Gelegenheit, mit Politikern ins Gespräch zu kommen.“

Ministerpräsident Torsten Albig freute sich über die vielen Besucher und erklärte, dass die Wahlbeteiligung unter den Jungwählern mit durchschnittlich 10-11 Prozent extrem niedrig sei. „Einerseits gibt es viele sehr interessierte engagierte junge Menschen, aber wenn es um “große“ Politik geht, besteht eine große Hürde“, sagte Torsten Albig. „Viele denken “ich brauche nicht zur Wahl zu gehen“. Das ist fatal.“ Der Ministerpräsident erklärte: „Es ist falsch, dass Euch die Themen nichts angehen. Die Frage ist: Nehmt Ihr Dinge hin oder wollt ihr selbst mitgestalten? Ihr habt die Chance, eine Richtung vorzugeben – aber nur, wenn Ihr wählt!“

Im Verlauf der Veranstaltung setzte Torsten Albig sich zu den Jugendlichen an die einzelnen Tische und fragte sie nach ihren Anliegen und ihren Meinungen zu aktuellen Themen wie Asylpolitik. Eins wurde deutlich: Die Schüler wünschen sich mehr Information zu den aktuellen Themen der Politik in den Schulen. Ein spannender Nachmittag, von dem beide Seite profitiert haben.

Jungwähler nehmen Torsten Albig aufs Korn

Ein Selfie mit dem Ministerpräsidenten: SPD-Landtagskandidat Helge Neumann nimmt Torsten Albig und die Jungwähler per Handy ins fotografische Visier

Wahlkampf: Der Kieler Regierungschef versucht in Bönningstedt, Jugendliche für Politik zu begeistern und zum Wählen zu animieren.

Bönningstedt.  Kartoffelchips, Salzstangen und Erdnüsse stehen auf den Tischen. Es gibt Cola – und als Stargast den Ministerpräsidenten: Mit diesen Zutaten lockten die SPD-Ortsvereine aus Bönningstedt und Hasloh am Sonnabend etwa 40 Jungwähler ins Lokal Montenegro nach Bönningstedt. Diskutiert werden sollte, was die Jugend von den Politikern erwarten und inwieweit die Politik die Themen der Heranwachsenden bedient.

Er freue sich auf einen "sehr spannenden Dialog", sagt Torsten Albig zu Beginn. Während der 54 Jahre alte Landeschef den Heranwachsenden erklärt, dass seine Regierung das Wahlalter bei den Landtagswahlen auf 16 Jahre gesenkt hat ("Ihr dürft jetzt mitentscheiden, was im Land passiert"), spielen mehrere der Angesprochenen auf ihren Handys herum. Der SPD-Politiker lässt sich davon nicht beirren, erklärt den Anwesenden, welche Wirkung eine Wahlverweigerung haben kann. "Der rechte Rand verfügt über eine extrem hohe Mobilisierung. Wenn ihr nicht zur Wahl geht, sind deren Stimmen doppelt so viel wert."

Nach der Eröffnungsrede geht der 54-Jährige von Tisch zu Tisch, sucht den direkten Kontakt mit der begehrten Zielgruppe. "Wusstet ihr eigentlich vorher, dass ich Ministerpräsident von Schleswig-Holstein bin?", fragt Albig. Seine Gesprächspartner bejahen das. "Alle Minister kennen wir aber nicht", gibt Nils zurück. "Das hatte ich früher auch nicht drauf", beruhigt Albig. Und fügt hinzu: "Aber jetzt kenne ich die natürlich alle schon."

Wie seine Einstellung zum Thema Asyl ist, lautet die nächste Frage. "3500 Menschen sind voriges Jahr zu uns gekommen", sagt der SPD-Politiker und verweist darauf, dass Schleswig-Holstein nach Ende des Zweiten Weltkriegs eine Million Flüchtlinge aufgenommen habe. "Was jetzt passiert, kann das Land aushalten." Seine Politik sei nicht, möglichst viele zurück nach Hause zu schicken. "Wenn das die Meinung der Mehrheit der Wähler ist, werde ich die Wahl nicht gewinnen."

Kein Geld mehr in den Straßenbau stecken, stattdessen alle verfügbaren Mittel für Ausbau und Preissenkung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen: Das fordert Malin am zweiten Tisch. "Eine schöne Idee", findet Albig und verweist darauf, dass sich die Mehrheit der Schleswig-Holsteiner über ihr Auto definieren. "Ich kann die schönsten Ideen der Welt haben. Aber damit sind keine Wahlen zu gewinnen, man braucht dafür Mehrheiten."

Nächste Frage, klare Antwort: Ob er sich vorstellen könne, im Wahlkampf lustige Fotos von sich über Snapchat oder Instagram zu posten? "Ich kann mir Dinge vorstellen, die zur mir passen", sagt der 54-Jährige. Ein Comic dürfe man aus dem Wahlkampf nicht machen. "Und ich will nicht wie ein Halbdepp wirken.". Er habe aufgehört zu twittern, bekennt der Landesvater. "Ich will diese kleinen Häppchen nicht mehr. Ich kann mein Leben nicht in 140 Zeichen verpacken." Und seinen Facebook-Account würde er andere lesen und betreuen lassen. "Da wird man mit so viel Müll, auch aggressivem Müll, konfrontiert."

Am dritten Tisch kommt die technische Ausstattung der Schulen zur Sprache. Anlass für Albig, das Programm seiner Regierung zu erläutern, dass bis 2020 schnelles Internet an alle Schulen bringen soll. Die dafür nötigen technischen Geräte sollten die Schüler selbst mitbringen. Albig: "Es gibt Leute, die sagen, 'Die Schule stellt Bücher, also muss sie auch Ipads stellen'. Da gehe ich nicht mit."

Am vierten und letzten Tisch will Leon wissen, warum die Umfragewerte für die SPD auf Bundesebene so schlecht sind. "Dafür haben wir keine überzeugende Erklärung", bedauert Albig. Die Arbeit der Partei sei deutlich besser als die Umfragewerte. Und Angela Merkel würde weder besonders gut reden noch besonders gut aussehen. "Aber die Leute hier in Deutschland wollen keine strahlenden Helden", sagt der 54-Jährige.

"Erzählt weiter, dass Politik nichts Blödes ist. Nichts, was man alten Leuten überlasst". Mit diesen Worten verabschiedet sich der Ministerpräsident schließlich nach zwei Stunden. Seine Frage, wer sicher weiß, dass er im Mai zur Wahl gehen wird, beantworten immerhin 90 Prozent der anwesenden Erstwähler mit Ja. Insofern war der Besuch ein Erfolg.

 

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Pressemitteilung vom 02.09.2016  

Wirtschaft und Verkehrsminister Meyer Vorort in Hasloh  

Die angespannte Verkehrslage in Hasloh und Bönningstedt wegen der Bauarbeiten auf der  A7, z.B. durch  Sperrung der A7 Brücke Norderstedter Straße in Bönningstedt war das Thema des heutigen Ortstermins des schleswig-holsteinischen Ministers für Wirtschaft und Verkehr, Reinhard Meyer, in Hasloh.   

Minister Meyer traf sich mit dem Bürgermeister Haslohs, Bernhard Brummund, sowie einem Vertreter der Kreises Pinneberg, um über Lösungsansätze zur Entlastung der Anwohner der zusätzlich belasteten Straßen, z.B. dem Garstedter Weg in Hasloh, zu sprechen.  

Die Hasloher und Bönningstedter SPD setzen sich hierbei u.a. für die zusätzliche Ausweisung von Tempo-30-Bereichen in Hasloh und Bönningstedt ein. In Hasloh ist hier vor allem der Garstedter Weg zu nennen. Der von etlichen Kindern auf dem Weg zur Peter-Lunding-Schule, zu Sporthalle und Spielplatz oder zu den Kindergärten überquert werden muss. In Bönningstedt sind es die Teile der Kieler und der Ellerbeker Straße, die vor einer Schule bzw. vor den Kindergärten liegen.   

Das Treffen mit Minister Meyer brachte erfreulicherweise eine Einigung zur Einrichtung eines Tempo 30 Bereiches in Teilen des Garstedter Weges und zwar zwischen Schulstraße und der AKN-Trasse. Mit der Kreisverwaltung wurde vereinbart, kurzfristig die Details hierzu zu klären und diese Maßnahme schnell umzusetzen. Hierzu Bürgermeister Bernhard Brummund: „Ich freue mich darüber, dass wir diese Maßnahme nun durchführen können. Viele Jahre lang haben wir Hasloher gemeinsam dieses angesichts des immer stärker werdenden Verkehrs versucht. Jetzt sind wir kurz vor dem Ziel. Diese Maßnahme führt zu mehr Sicherheit für unsere (Schul-)Kinder – und für die Anwohner zu einer Verminderung des Verkehrslärms.“  

Bürgermeister Brummund nutzte die Gelegenheit, mit dem Minister auch andere wichtige Hasloher Themen anzusprechen. Dabei ging es u.a. um die anstehende Einrichtung eines Gewerbegebietes, die Sanierung der Peter-Lunding-Schule, den Ausbau der AKN zur SBahn, die Probleme mit dem Fluglärm und um den Wunsch, eine Buslinie nach Norderstedt/Pinneberg durch das Dorf zu erhalten. Dies über die Verlegung der Linie 295 nach Hasloh hinaus. Minister Meyer hat diese Informationen und Wünsche aufgenommen und nimmt sie mit nach Kiel.

Für Bönningstedt freute sich Axel Graßmann, SPD-Gemeinderatsmitglied: „Einen solchen  Tempo-30-Bereich haben wir uns in Bönningstedt auch für die Schulwege über die B4 und die Ellerbeker Straße gewünscht. Großartig, dass dem jetzt keine rechtlichen Bedenken der Kreisverwaltung mehr entgegenstehen, jetzt muss es auch bei uns an die Umsetzung gehen.“   

Der heutige Termin mit dem Minister erfolgte auf Imitative der SPD-Ortsvereine Bönningstedt und Hasloh und entstand bei dem Termin vom 11.07.2016 zum A7 Ausbau und zur Planung des AKN Ausbaus zur S 21 in Bönningstedt. Die beiden SPD Ortsvereine werden die Senkung der Verkehrsbelastung für die Bürgerinnen und Bürger Haslohs und Bönningstedt weiterhin im Fokus behalten.  

Anbei noch ein Foto vom Termin (v.l.n.r.) Bernhard Brummund, Jürgen Tober, Reinhard Meyer,
Foto: Michelle Kossel